Gedankenchaos

Aber, was wäre wenn, vielleicht

Ich bin ein unglaublich nachdenklicher Mensch, nicht nur Abends oder wenn ich alleine bin, sondern immer. Tag ein, Tag aus. 24/7. Ununterbrochen kreisen verschiedenste Gedanken durch meinen Kopf. Meist ganz unbedeutend und harmlos, Aber ab und an, schwirren mir Dinge durch den Kopf, die mich nicht so schnell loslassen. Fragen nach „wenn und aber“, Fragen über Dinge die sein hätten können, aber niemals werden. Die folgenden Absätze sind Ausschnitte aus teilweise schon Jahre alten Texten, die ich zu Zeiten geschrieben habe, wo ich nicht wusste, was ich mit meinen Gedanken anfangen sollte. Jetzt weiß ich es.

Fotos by Lisa Reiter (https://www.mycafeaulait.at)
Was wäre wenn…

Die Frage nach dem „was wäre wenn?“ ist eine gefährliche. Egal worum es geht. Sie lässt uns Szenarien in unseren Köpfen entwickeln, die niemals stattfinden werden. Sie verzerren das hier und jetzt. Halten uns davon ab den Schritt ins Ungewisse zu wagen. „Was wäre wenn?“ Ist nicht die Frage nach einer anderen Option, sie ist der Mantel des Wohlbefindens, das Schloss, das uns in unserer Komfortzone einsperrt, der Dominostein, der am Boden klebt.

Vielleicht…

Vielleicht was? Vielleicht wäre der einfache Weg doch der bessere gewesen? Vielleicht hätte ich doch Zuhause bleiben sollen? Vielleicht war er doch er richtige? Die Wahrheit ist, wir wissen es nicht. Die unangenehme Wahrheit ist, wir werden es wahrscheinlich auch nie wissen. Also wieso diese Frage stellen? Diese Frage, die einen Schmerz in deiner Brust auslöst. Vielleicht hätten wir es besser machen können. Ja, aber na und? Was passiert ist ist passiert, das Grübeln und Selbstmitleid danach macht uns nicht klüger, es macht uns kaputt.

Aber…

Aber, sie war doch immer für mich da, war meine beste Freundin? Aber, es hat sich doch so gut angefühlt? Aber, wir waren doch so glücklich? „Aber“ – es hört sich an wie ein Funken Hoffnung, ist aber doch nur ein Ruf der Verzweiflung. Das Echo eines Wunsches, von dem wir zu gut wissen, dass er niemals in Erfüllung gehen wird. Nicht für uns. Aber, es wäre doch so schön gewesen.

Auch wenn das ein bisschen eine andere Art von Beitrag ist als gewohnt, möchte ich wieder öfter mein „Gedankenchaos“ für euch niederschreiben. Ähnliche Beiträge findet ihr hier:
Lasst mich doch unzufrieden sein!
Let’s talk about periods, Baby!
Authentisch sein auf Instagram.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code