Blogging und Instagram Tipps

Wie laufen eigentlich Kooperationen ab?

Wer als Blogger oder Influencer Geld verdienen möchte, ist meistens auf Kooperationen mit Firmen angewiesen. Aber wie laufen diese eigentlich ab? Ich beantworte euch in diesem Beitrag alles rund um das Thema. Einige Aspekte werde ich allerdings in eigenen Beiträgen behandeln, da diese einfach zu umfangreich sind. Wer eine dringende Frage dazu hat, kann mir immer auf Instagram schreiben, dort findet ihr mich auch unter @weristluisa.

Welche Arten von Kooperationen gibt es?

Viele! Die gängigsten sind Instagram Postings, Instagram Stories oder Blogbeiträge – je nachdem worauf ihr euren Fokus habt. Manche Firmen wünschen sich auch IGTV Videos. Meistens wird gleich ein ganzes Paket gebucht. Außerdem gibt es noch langfristige und einmalige Kooperationen, sowie bezahlte und unbezahlte Kooperationen.

Wie kommt man zu Kooperationen?

Dafür gibt es drei Möglichkeiten: entweder die Firma oder das Unternehmen kommen von selbst auf euch zu, oder ihr schreibt sie an. Die meistens schreiben einen per Mail an, ab und zu auch über Instagram. Das sind aber in 90% der Fälle keine seriösen Anfragen, sondern Firmen die auf einer Kommissions-Basis arbeiten. Das heißt ihr kauft das Produkt zu einem vergünstigten Preis und bekommt dafür einen Rabattcode für eure Follower und einen kleinen Teil an dem Geld der verkauften Stücke über euren Code. Meistens bekommt man solche Anfragen als kleiner Blogger/Influencer. Bitte nehmt diese Anfragen aber nicht an, sie klingen zwar vielversprechend, bringen euch außer einen Verlust von Geld rein gar nichts. Der Anteil am Gewinn ist so klein, dass man wirklich viele Stück des Produktes verkaufen müsste. Das ist eigentlich nie der Fall. Außerdem verkaufen diese Firmen meist eher minderwertige Produkte.

Wie finde ich Kooperationspartner?

Entweder ihr werdet Teil einer Influencer-Marketing Plattform oder ihr schreibt Firmen über ihr Kontaktformular an. Diese Plattformen sind zwar eine tolle Möglichkeit einfach Firmen zu finden, man braucht aber oftmals eine Mindestanzahl an Followern um angenommen zu werden. Oftmals hat man hier als kleiner Influencer selten Chancen. Eigeninitiative kann sich wiederrum bezahlt machen. Es gibt mittlerweile schon so viele Influencer und Blogger, dass es für Firmen schwierig ist den oder die richtige für sich zu finden. Schreibt ihr also Firmen an, die wirklich gut zu euch passen, ist die Chance recht gut, eine positive Antwort zu bekommen. Man bekommt aber auch recht viele Absagen – aber lasst euch davon nicht entmutigen! Ich für meinen Teil habe mittlerweile aufgehört Firmen anzuschreiben, außer ich entdecke eine Firma auf Instagram, die mir zusagt und mit der ihr gerne zusammenarbeiten würde.

Wie schreibe ich am besten Firmen an?

Dieser Frage verdient einen eigenen Beitrag. Eines kann ich euch aber raten im Umgang mit Firmen: Höflichkeit und eine schöne Ausdrucksweise sind das A und O! Sprache ist ein unheimlich wichtiger Teil der Werbebranche, weshalb Firmen meist sehr genau darauf achten. Seid also freundlich und vergesst nicht eure Mails zu kontrollieren. Was außerdem wichtig ist, ist eine klare Vision. Wieso möchtest du genau mit dieser Firma zusammenarbeiten? Was kannst du der Firma bieten? Wie stellst du dir die Kooperation vor?

Wie merke ich, ob eine Kooperation seriös ist?

Da gibt es ganz viele Möglichkeiten und Anzeichen:

  • Werde ich mit meinem richtigen Namen oder meinem Instagram-Handle angesprochen?
  • Kenne ich die Marke? (Muss nicht immer der Fall sein!)
  • Haben schon andere Influencer mit dieser Marke kooperiert?
  • Ist es keine Copy and Paste Nachricht?
  • Passt diese Firma zu mir?

Wenn ihr diese Punkte mit Ja beantworten könnt, könnt ihr euch eigentlich sicher sein, dass es sich um ein seriöses Angebot handelt.

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Wie geht die Kooperation dann letztendlich von statten?

Es gibt nicht DAS eine Protokoll wie Kooperationen ablaufen, aber ein paar Teile, die so gut wie immer, vor allem bei bezahlten, auf euch zukommen werden.

  1. Ein Briefing von Seiten des Kooperationspartners. Ohne dem geht einmal gar nichts. Im Briefing steht nämlich nochmal ganz genau was der Kunde sich wünscht und was nicht. Das beinhaltet Gestaltung des Contents, relevante Informationen zum Produkt und eventuell einer laufenden Kampagne, der Zeitraum der Kooperation, wann ihr posten solltet und natürlich auch was ihr als Gegenleistung bekommt.
  2. Die Produktion des Contents folgt dann als Nächstes. Davor solltet ihr dem Kunden, wenn noch nicht geschehen, euer genaues Konzept schicken. Zwar wird das nicht immer verlangt, ich persönlich mache es jedoch trotzdem, da ich so im Vorhinein mögliche Korrekturen vornehmen kann.
  3. Darauf folgt die Freigabe eures Contents. Auch das verlangen nicht alle Firmen, würde ich euch aber vor allem am Anfang empfehlen. So seid ihr immer auf der sicheren Seite.
  4. Dann folgt das Posten und Bewerben eures Beitrags. Ich schicke den Kunden danach immer eine Nachricht, so kann notfalls schnell etwas ausgebessert werden. Dann teile ich meinen Beitrag in den Stories und auf Pinterest um die Reichweite zu erhöhen. Oftmals werden Werbepostings von Instagram nicht regulär angezeigt, was schade ist, da man sich vor allem vor diese Beiträge eine gute Reichweite wünscht, damit der Kunde einen vielleicht nochmal bucht.
  5. Zirka 1-2 Wochen nach dem Posten kommt dann das Reporting. In das Reporting kommen alle für den Kunden relevanten Informationen samt Screenshots, hinein.
    Das bedeutet:
    – Likes
    – Kommentare
    – Impressionen
    – Wie oft der Beitrag gespeichert und weitergesendet wurde
    – Aufrufe (Bei Instagram Stories und Blogbeiträgen)
    Vergesst auch nicht den Zeitraum der Insights hinzuzufügen.
  6. Zusätzlich zum Reporting versendet ihr dann eure Rechnung, damit euch der Kunde auch bezahlen kann. Sobald der Betrag dann bei euch angekommen ist, ist die Kooperation abgeschlossen.
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Wie viel kann ich für eine Kooperation verlangen?

Das kommt auf so viele Faktoren an. auf die Art der Kooperation, wie umfangreich die Kooperation ist und natürlich auch wie hoch eure Reichweite ist. Möglich ist alles – aber verkauft euch niemals unter eurem Wert. Ihr schadet damit nämlich nicht nur euch selbst, sondern der gesamten Branche. Natürlich müsst ihr gratis Kooperationen deswegen nicht prinzipiell ablehnen, wenn euch das Produkt oder die Dienstleistung zusagt und das für euch persönlich wertvoll genug ist, dann könnt ihr immer ja sagen. Auch wenn sich daraus eine langfristige, bezahlte Kooperation entwickeln kann, ist nichts dabei zuerst nichts zu verlangen. Aber seid euch immer bewusst, dass das bedeutet, dass ihr gratis arbeitet. Das Thema „Geld verdienen als Blogger“ bzw. wie viel man verdienen kann, ist aber generell ein sehr großes Thema, das ich gerne in einem extra Beitrag behandeln kann.

Wie viele Kooperationen sollte ich pro Monat annehmen?

Sehr schwierige Frage, denn hier gibt es kein richtig oder falsch. Seid euch aber bewusst, dass Qualität hier vor Quantität geht. Blogger die viel Werbung „schalten“ gelten schnell als unseriös, für Firmen und Abonnenten. Außerdem sollten eure Anzeigen auch zu euch und eurer Community passen. You do you.

Ich weiß, dass solche Insights immer recht spannend sind. Seid euch aber bewusst, dass so ein Blogpost immer nur einen kleinen teil abdecken kann. Die meisten Themen sind viel zu komplex um in nur einem Beitrag richtig aufgearbeitet werden zu können. Falls ihr also noch Fragen habt, don’t hesitate to ask! Hinterlasst mir hier einen Kommentar, schreibt mir auf Instagram oder schickt mir eine Mail!

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