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Perfektionismus – Fluch oder doch Segen?

Instagram ist eine eigene kleine Welt, die sich immer weiterentwickelt. Von der oberflächlichen Plattform zur Selbstdarstellung, zu einer etwas weniger oberflächlichen Selbstdarstellung-Plattform. Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen negativ – soll es aber nicht. Soll jeder tun was er für richtig hält. Früher war Instagram voll von Perfektionismus – vom Frühstück, über die Yogaeinheit bis hin zum abendlichen Netflix schauen auf der Couch. Alles musste perfekt sein. Mittlerweile hat sich das ganze ein bisschen gewandelt – und das ist gut so, denn Perfektionismus hat auch seine Schattenseiten.

Instagram vs. Reality

Als ich mit Instagram angefangen habe, habe ich extrem oft „Instagram vs. Reality“ Bilder gepostet. Wieso? Weil die Beiträge unheimlich beliebt waren. Sie haben gezeigt, dass nicht alles so perfekt ist wie es scheint. Je länger ich Instagram gemacht habe, umso weniger wurden diese Beiträge bei mir. Nicht weil ich mich nicht mehr so zeigen wollte, sondern auch, weil ich begonnen habe das „weniger perfekte“ in die Stories zu verschieben. Die Stories sind also mehr oder weniger da um das „wahre“ Leben zu zeigen und der Feed um mich kreativ auszuleben. Ich finde diese Balance sehr wichtig. Immerhin ist die Plattform ja noch immer genau dazu da: um kreativ zu sein.

Wo ist das echte Leben?

Wieso ich das ganze trenne? Weil ich perfektionistisch bin. Ich würde nie ein Handy Foto im Feed posten oder ein Foto das absolut nicht hinein passt. Ich weiß, das können viele nicht nachvollziehen, sie meinen man sieht mittlerweile keinen Unterschied mehr zwischen Handy oder Kamerafoto. Doch, ich sehe es zumindest und das reicht für mich schon als Grund es nicht zu posten. In der Story hingegen poste ich alles mögliche. Empfehlungen, Essen, Snippets aus dem Alltag und und und. Mein Leben eben. Denn ganz möchte ich das ganze nicht raushalten, es gehört dazu für mich. Einerseits um authentischer zu sein und andererseits, damit ich selbst nicht durchdrehe. Würde ich nur meine Perfektionistische Seite meinen Instagram Account führen lassen, wäre ich wahrscheinlich schon nicht mehr hier – denn mein Perfektionismus hat mich gefühlt schon 20 graue Haare gekostet.

Perfektionismus und ich – eine Hass-Liebe

Es gibt unter Bloggern eine gern genutzte App um den Feed vorab zu planen. Ich liebe sie! Sie hilft mir dabei meinen Feed immer im Überblick zu behalten und hält mich davon ab durchzudrehen, weil das eine Bild doch nicht genau an die Stelle passt wo ich es haben wollte. Ja dieser Perfektionismus ist schon ein Hund. Im einen Moment treibt er mich an und motiviert mich mein bestes zu geben, im anderen Moment treibt er mich in den Wahnsinn und raubt mir jegliche Energie. Ich glaube so geht es heutzutage einigen Menschen, egal ob Blogger oder nicht.

Macht Perfektionismus krank?

Bei manchen Menschen scheint der Drang zur Perfektion schon krankhaft zu sein. Wenn ich sage, meine Postings müssen perfekt sein, meine ich im ganzen. Sie müssen qualitativ hochwertig sein und zum Rest und zu mir passen. Damit meine ich nicht, dass alles auf dem Foto perfekt sein muss – ich eingeschlossen. Ich würde niemals etwas an meinem Körper verändern, zumindest nicht zur Absurdität. Ab und zu decke ich Pickel ab, aber ob ich das jetzt mit Make-Up oder Photoshop mache ist im Endeffekt egal. Niemals aber würde ich mich dünner oder kurviger machen. Trotzdem ist es auf Instagram Gang und Gebe sich zu modifizieren. Da wundert es mich nicht, dass die Anzahl an Menschen mit Körpershemastörung stetig steigt. Ob Instagram und Perfektionismus daran Schuld sind wissen wir nicht. Fakt ist aber, dass soziokulturelle Einflüsse bei Dysmorphophobie, sowie bei den meisten Zwangsspektrumserkrankungen, oftmals eine große Rolle spielen.

Wie wird man weniger Perfektionistisch?

Gute Frage. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht wirklich. Für mich war es wie gesagt gut eine Balance zu finden. Ich finde eine gesunde Portion Perfektionismus auch nicht schlecht. Ich mag Menschen, die sich Mühe geben und Herzblut in etwas stecken, viel lieber als jemand der alles nur so ein bisschen und halbherzig macht. Arbeit gehört immerhin belohnt und geschätzt. Deswegen würde ich meinen Perfektionismus niemals loswerden wollen. Ich versuche ihn lediglich ein bisschen mehr in Grenzen zu halten.

Seid ihr perfektionistisch? Oder habt ihr Tipps für andere um bewusst damit umzugehen und diesen sogar für sich zu nutzen?

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