Blogging und Instagram Tipps

„Qualität vor Quantität“ in der Blogger-Branche

Wir kennen sie doch alle, diese Blogger und Influencer, die gefühlt jeden Tag Werbung für 3 verschiedene Produkte machen. Meistens steckt dann hinter den Postings nicht wirklich viel. Ein Spiegelselfie hier, ein einfallsloses Flatlay da. Storytelling oder zumindest ein cooles Foto? Fehlanzeige. Aber wieso sind diese Influencer so erfolgreich? Und wieso mangelnde Qualität der kompletten Branche schadet, beantworte ich euch in diesem Beitrag.

First things first

Warum Sollte man als Blogger auf die Qualität des eigenen Contents achten? Stellt euch vor, ihr baut ein Haus und engagiert dafür eine Firma. Was erwartet ihr euch?
Zuerst einmal ein Konzept, danach, dass dieses Konzept genauso ausgeführt wird, wie vorab besprochen und natürlich auch, dass das Haus steht und alles so hochwertig und gut wie möglich gemacht wird. Immerhin bezahlt ihr auch gutes Geld dafür. Das gleiche gilt auch in der Werbung. Wenn ich jemanden mit etwas beauftrage und dafür bezahle, möchte ich zuerst wissen, was die Person macht, dann hätte ich gerne, dass sie das auch genauso durchführt und dann auch noch in einer angemessenen Qualität. All diese Punkte sind noch lange nicht Gang und Gebe in der Branche – leider. Es gibt noch immer Influencer, die ohne Konzept arbeiten bzw. sich im Endeffekt nicht an dieses halten oder dann Inhalte abliefern, die man als Kunde von einer Werbeagentur niemals annehmen würde. Als Influencer ist man dabei eigentlich nicht viel anderes, als eine kleine Werbeagentur und auf diesem Niveau sollte man auch arbeiten.

Was macht qualitativ hochwertigen Content aus?

Da fließen viele Dinge mit ein. Nicht nur auf Werbe-Content bezogen, sondern auch auf den täglichen. Ich hab einem Beitrag vor kurzem gemeint, dass meine Instagram Stories der eher „umperfekte“ Teil meines Accounts sind, trotzdem achte ich auch hier auf ein paar Dinge:

Rechtschreibung

ist meiner Meinung nach ein Punkt den man als Influencer perfekt beherrschen sollte. Natürlich kommen immer wieder Flüchtigkeitsfehler oder Autokorrektur-Pannen vor, aber im Allgemeinen gehören gute Rechtschreibung und Grammatik einfach dazu. Man ist ja immerhin auch irgendwie Werbetexter und als solcher sollte man sich Fehler nicht wirklich erlauben.

Party-Tiere

Auch (exzessiver) Alkoholkonsum, wilde Parties und Hangovers haben meiner Meinung nach nichts in Stories verloren. Klar kann man ab und an mal das „After-Work-Gläschen“ oder einen Fancy Cocktail posten, aber jedes Wochenende Party und Exzessen sollte man einfach lassen. Man macht sich damit einen gewissen „Ruf“ und beeinflusst auch, wie Firmen oder Agenturen einen sehen und glaubt mir – die meisten seriösen Marken wollen nicht wirklich damit in Verbindung gebracht werden. Selbst Alkohol Marken selbst haben klare Vorstellungen, wie ihre Produkte vermarktet werden sollen und wilde Exzesse haben damit nichts zu tun.

#Dauerwerbesendung

Ein weiteres No-Go ist zu viel Werbung. Wer zu viel Werbung (auch unbezahlte) postet, wird schnell nicht mehr ernst genommen. Verständlich, denn welche Firma will mit jemanden zusammen arbeiten, der eigentlich nichts anderes als eine Dauerwerbesendung ist?

„Instagram macht die Qualität ja so oder so kaputt…“

Noch ein Punkt den ich einfach viel zu oft sehe, ist schlechte Bildqualität. Ja, auch wenn viel Blogger es gerne mal abstreiten, man sieht den Unterschied zwischen Handy und Kamera. Vor allem wenn ein Kunde Geld für ein Bild zahlt, ist es unfair, wenn diese dann eine schlechte Qualität haben. Das heißt aber nicht, dass man jetzt mehrer Tausend Euro für eine teure Kamera investieren muss. Man kann Kameras und Objektive auch gebraucht kaufen oder macht sich die Mühe und findet heraus, wie man aus einer günstigen Kamera das beste heraus holt.

Storytelling first!

Wer aber nicht die Mittel hat für eine teure Kamera, der kann auch mit dem Handy gute Fotos machen und da sind wir auch schon beim nächsten Punkt: man muss sich die Zeit nehmen. Die beste Kamera der Welt kann es nicht ausgleichen, wenn man sich keine Gedanken darum macht, wie man das Produkt vermarktet. Storytelling ist nicht alles, aber es ist vor allem bei Werbung ein unheimlich wichtiger Bestandteil. Ein Produkt in die Kamera zu halten oder ein Spiegel-Selfie zu machen, hat damit leider absolut gar nichts zu tun. Das Posting sollte eine Geschichte erzählen oder zumindest ästhetisch sein.

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Werbung/Gewinnspiel: das schönste an Weihnachten für mich ist eindeutig, dass man wieder mehr Zeit mit Menschen verbringt, die man gern hat. Egal ob am Weihmachtsmarkt, beim Filme schauen oder beim Kekse Backen. Und da wären wir auch schon bei unserem heutigen Türchen! Wir haben gemeinsam mit unserem tollen special guest @kerstinloves Kekse gebacken und dabei unglaublich viel Spaß gehabt – wie viel Spaß, könnt ihr im Laufe des Tages in unseren Stories sehen. Da ihr unsere Kekse leider nicht kosten könnt, dachten wir uns, wir verlosen etwas anderes und zwar – Trommelwirbel, bitte – eine De’Longhi Espressomaschine ☕️ . . So nimmst du teil: Folge @kerstinloves @mycafeaulait und @weristluisa auf Instagram, schenke diesem Beitrag ein Like und verrate uns in den Kommentaren deine liebsten Weihnachtskekse und mit wem du sie beim nächsten Kaffeeklatsch teilen würdest. Insgesamt kannst du dreimal (bei jedem von uns) teilnehmen. . . Teilnahmebedingungen: *Du bist 18 oder älter und hast einen Wohnsitz in Österreich. *Teilnehmer unter 18 benötigen im Falle des Gewinns die Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten. *Die Daten des Gewinners werden vertraulich behandelt, an keine Dritte weitergegeben und nach der Gewinnübergabe gelöscht. *Keine Barablöse möglich. *Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. *Für etwaige Versandschäden wird keine Haftung übernommen *Das Gewinnspiel steht in keinerlei Zusammenhang mit Instagram. *Auslosung erfolgt mittels Zufallsprinzip. *Der/die GewinnerIn wird über meine Story verständigt Teilnahmeschluss: Samstag , 14.12.2019 um 23:59 Uhr . . . . #giveaway #gewinnspiel #winzone #gewinnen #winwinwin #weihnachten #weihnachtszeit #christmastime #mostwonderfultimeoftheyear #happyholidays #christmasiscoming #carmushka #anajohnson #torismicommunity #christmass #christmascountdown #delonghi #adventkalender #cybercorner #societygal #christmascountdown #mindfulchristmas #blogginggals #christmasfeed #GloriousDezember #shinyhappyblogger #grazerblogger #austrianblogger #viennablogger

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Warum sind vielen Influencer trotzdem erfolgreich?

Sind sie nicht. Glaubt mir, der Schein trügt. Nur die wenigsten die unheimlich viel Werbung posten, verdienen unheimlich viel Geld damit. Dank Online Plattformen ist es mittlerweile immer leichter, an Kooperationen zu kommen. Der Hacken? Die meisten davon sind unbezahlt. Was daran problematisch ist, spreche ich später noch genauer an. Viel Werbung bedeutet also nicht automatisch viel Umsatz. Es gibt natürlich auch Influencer, die viel bezahlte Werbung posten – diese sind aber selten. Die meisten ernst zu nehmenden Blogger, posten relativ wenig Werbung. Nicht weil sie nicht viele Angebote bekommen, sondern, weil sie zum einen nicht alles annehmen, da Content zu produzieren Zeit und Energie brauchst und weil sie natürlich nur Kooperationen eingehen, die zu ihnen passen.

Kann man als kleiner Blogger eigentlich Geld verdienen?

Ja. Es ist zwar mühsam, aber möglich. Das wichtigste daran: KNOW YOUR WORTH! Ich habe zwar nur knapp 3000 Follower, aber einen relativ gut gehenden Blog, eine starke Community und achte sehr auf die Qualität meiner Postings – unabhängig davon, ob ich sie für Werbezwecke oder „nur“ für meinen eigenen Feed poste. Das braucht Zeit, die mir einiges Wert ist, immerhin habe ich neben dem Bloggen auch einen Job und studiere. Außerdem weiß ich genau, wie viel die Dienstleistungen von Marketing Agenturen kosten. Ich schlüssle auch immer ganz genau auf, wie sich mein Preis zusammensetzt. Das hat mich zwar schon einige Kooperationen gekostet, aber auch schon einiges eingebracht.

Wie Blogger den eigenen Kollegen schaden

Leider kenne ich auch die andere Seite und weiß, dass sich ein großer Teil der Blogger weit unter ihrem Wert verkaufen. Das Problem daran ist, dass sie so der gesamten Branche schwer schaden. Sie treiben den Preis nach unten. So kommt es vor, dass viele Firmen einige Blogger von Haus aus ausschließen, da sie „zu teuer“ sind. Dabei sind das meistens die Blogger, die wissen, dass sie ihre Sache gut machen und wie viel ihre Arbeit eigentlich wert ist. Es gibt natürlich auch Fälle, in denen es ok ist, mit dem Preis nach unten zu gehen – karitative Zwecke und Ähnliches zum Beispiel. Lasst euch aber niemals von einer Firma ausnutzen.

Hohe Reichweite = besserer Content

Wohl der größte Mythos und Blödsinn der in der Branche herumgeistert. Mittlerweile sagen Reichweite bzw. vor allem Follower rein gar nichts über die Qualität des Contents aus. Man kommt so leicht an Follower und das obwohl man schlechten Content macht.

  • Follower kaufen ist noch immer für viele Influencer ganz normal.
  • Aber auch so genante Loop-Gewinnspiele (Gewinnspiele mit einem riesen Preis wie z.B. ein iPhone oder eine Designer Handtasche) bringen extrem viele Follower.
  • Generell viele Gewinnspiele veranstalten lässt einen auch leichter wachsen.
  • Follower Loops und Engagement- oder Follow-for-Follow-Gruppen bringen auch schnell Follower.

Diese Methoden scheinen zwar wirksam, sie haben aber alle dieselben drei Hacken:

  1. Man verliert den Großteil der Follower sehr schnell. Vor allem bei den Gewinnspielen ist das oft sehr arg, da viele Accounts einen nur des Gewinnspiel wegen folgen. Es gibt auch Accounts die nur existieren, um bei Gewinnspielen mitzumachen.
  2. Durch sowas baut man auch keine aktive Community auf, sprich, das Engagement sinkt.
  3. Viele Firmen benutzen ein Tool, das anzeigt, wie schnell ein Account wächst, wenn ein Account also oftmals in kurzer Zeit viele Follower bekommt, wirkt das auf Kunden schon sehr oft abschreckend. Die Folge dessen ist, dass die Influencer bei der Akquise durchfallen.
Wie kann man als nicht-Blogger mithelfen, dass Qualität wieder wichtiger wird?

Ganz einfach: Unterstütze Blogger, die deiner Meinung nach guten Content machen. Kommentiere ihre Bilder, antworte auf ihre Stories (Ich freue mich immer sehr darüber!), teile ihre Beiträge, lies die Blogoposts und sag ihnen, dass sie das gut machen. Ich persönlich habe auch damit angefangen Kollegen zu entflogen, die meiner Meinung nach schlechte Arbeit machen. Nicht weil ich der Meinung bin ich bin zu gut dafür um ihnen zu folgen, sondern weil ich mich zu sehr von meiner eigenen Arbeit abhalte, wenn ich mich mit solchen Inhalten beschäftige.

Auch wenn es oftmals nicht so scheint, ist es als Blogger immer besser auf Qualität anstatt auf Quantität zu setzen. Ich persönlich bin der festen Überzeugung, dass sich die Branche so entwickeln wird, dass für Firmen mehr als nur Followerzahlen wichtig sein werden. Deshalb werde ich mich weiterhin daran halten und viel Arbeit und Herzblut in meine Accounts stecken!

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