Persönliches

Wie ich es geschafft habe, mich selbst (mehr) zu lieben.

Unsicherheit, Selbstzweifel, enttäuschte Blicke in den Spiegel – Dinge, die viel junge Frauen und Mädchen Tag täglich begleiten. Mir geht es da nicht anders. Es gibt Tage, da möchte ich mich in einem Dicken Pullover und Leggins verstecken, weil ich mich so unwohl fühle, dass es mir lieber wäre, wenn mich niemand sehen würde. Am liebsten würde ich einfach im Bett bleiben und mit niemandem reden, aber „Welcome to adulthood!“ – das ist leider nicht drinnen.

 

Irgendwann kam dann der Punkt, als das ganze gekippt ist. Ein großes Schwarzes Loch, das mich in sich gezogen hatte und nicht mehr loslassen wollte. Es folgten schlaflose Nächte – viele davon, was mich noch mehr Energie kostete. Als ich irgendwann bemerkte, dass sich das ganze nun auch noch negativ auf meine Beziehung auswirkte, wurde mir klar, dass ich etwas ändern musste. Heute, fast 2 Monate später, geht es mir um einiges besser. Ich habe natürlich Momente, die mir schwer fallen, Tage, an denen ich mich unwohl in meiner Haut fühle. Man kann aber auch nicht erwarten, dass man sich von Heute auf Morgen um 180 Grad wendet, das wäre unrealistisch.

Aber nun zu den Dingen, die ich getan habe, um mich besser zu fühlen. Vieles davon war „Trial and Error“ , aber ich habe trotzdem das Gefühl, dass zurückfallen und scheitern zum Leben dazugehört – gleich wie Erfolge.

  1. Darüber reden
    Ich bin eigentlich ein recht aufgeschlossener Mensch, wenn ich mich Mal bei jemandem wohl fühle, aber wenn es um meine Gefühle oder Probleme geht, bin ich eher ruhig und fresse alles in mich hinein. Großer Fehler! Denn was mir mit Abstand mit am meisten geholfen hat, war mich jemandem zu öffnen, in diesem Fall meinem Freund. Ich hab ihm all meine Sorgen und Ängste erzählt und es hat so gut getan. Außerdem hilft es Menschen um einen herum, bestimmte Launen und Verhaltensweisen besser zu verstehen. Ich weiß, dass es oft schwer ist, mit jemandem über etwas zu reden, das einen verwundbar macht, trotzdem sollte man verstehen, dass es in vielen Fällen das beste für einen selbst ist.
  2. Social Media
    Ein für mich ganz großer Punkt war Instagram. Ich wusste, dass es ein großer Faktor für meine Unsicherheit war, aber löschen wollte ich es trotzdem nicht, da viel zu viel Arbeit und Freude dahinter stecken. Deshalb gab es für mich zwei Möglichkeiten: entweder ein detox, also eine Zeit lang die App löschen und in Ruhe lassen, oder radikal ausmisten und Accounts entflogen, die in mir Unsicherheiten auslösen. Ich habe mich für zweiteres entschieden, da es für mich die nachhaltigere Lösung ist. Mir fiel auf, dass die meisten Accounts nicht einmal Fitness-Accounts waren, sondern ganz normale Blogger und Influencer, die scheinen, als wären sie und ihr Leben ohne großen Aufwand zu 100% perfekt. Auch ein paar „Bekannte“ und „Freunde“ wurden gelöscht. Ich habe ziemlich schnell gemerkt, wie viel besser ich mich fühlte, als ich nur noch Accounts folgte, die echt und unperfekt sind. Die Wahrheit ist, dass Instagram oft sehr viel schlechtes bringen kann – aber auch sehr viel gutes, so wie bei mir jetzt. Vielleicht werd ich im Sommer auch mal eine Instagram Pause einlegen, aber so funktioniert es zur Zeit auch echt gut.
  3. Allein sein 
    Man verbringt mit niemandem so viel Zeit wie mit sich selbst, also sollte man auch lernen, sich selbst auszuhalten und die zeit ohne Menschen zu genießen und den Gedanken freien Lauf zu lassen. Bei mir funktioniert das am besten, wenn ich Spazieren gehe oder eine Serie auf Netflix schaue.
  4. Essen
    In viele Fällen spielt Essen, bzw. Gewicht und Körperbild eine Riesen Rolle, wenn es um das Thema „Selbstbewusstsein“ oder „Selbstliebe“ geht. Für mich wird Essen immer etwas sein, das mich beschäftigt und mich stresst, dabei sollte Essen, das sein, das unseren Körper antreibt und am Leben erhält. In letzter zeit habe ich, auch aus gesundheitlichen Gründen, lernen müssen, dass mein Körper gutes und gesundes Essen braucht um zu funktionieren und dass Essen nicht mein Feind ist. Zugegeben, das ist der Teil, der mir mit Abstand am schwersten fällt und mir mit Sicherheit nie zu 100% gelingen wird, aber diese Erkenntnis allein, ist schon viel wert.
  5. Routine
    Ich bin ein kompletter Routine-Mensch und Kontrolle-Freak. Alles muss so ablaufen wie und wann ich mir das vorgestellt habe. Das hört sich jetzt zwar ein bisschen krass an, hilft mir aber, Zeit für mich selbst zu schaffen. Vor allem Morgens und Abends ist mir die Zeit im Badezimmer heilig – diese kleine Selicare Routine hat mir unglaublich geholfen mich wieder wohler und glücklicher zu fühlen. Man muss nicht den ganzen Tag durchplanen, aber sich bewusst Zeit für sich oder liebe Menschen zu schaffen ist Gold wert.
  6. Soziale Kontakte 
    Ja, es scheint grausam für uns Introverts, aber soziale Kontakte sind wichtig. Es muss keine große Party oder ein Zusammensitzen mit 20 Menschen sein, es reicht ein Kaffee mit einer liebe Freundin oder ein Essen mit der Familie um die eigene Stimmung zu heben. Wenn mans ich mit jemandem nicht treffen will, weil einen der Gedanken an die Person schon nervös macht, dann sollte man sich überlegen, wieso man sich dann eigentlich mit so jemandem trifft.  Eine der größten Challenges für mich war es neue Kontakte zu knüpfen – hat sich bei mir aber auf jeden Fall ausgezahlt, da ich Menschen kennengelernt habe, mit denen ich über Dinge reden kann, über die ich sonst eher schweige und das tut einem besonders gut.

 

Dieser Beitrag mag zwar ein bisschen von meinen sonstigen Posts abweichen, ist mir persönlich aber wichtiger, als jeder andere. So so viele von uns leiden unter den eigenen Selbstzweifeln und das meistens ohne triftigen Grund. Sich selbst mehr zu lieben kann so einfach, und doch so schwer sein. Seht diesen Beitrag als Anfang, als Motivation, als Denkanstoß.

Luisa

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