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Woher bekommst du dann dein Eiweiß?

Niemand ist so besorgt über die Ernährung oder Gesundheit eines Menschen, wie wenn man jemandem erklärt, dass man auf Fleisch bzw. tierische Produkte isst. „Aber woher bekommst du dann dein Eiweiß?“ Ist wahrscheinlich einer der Sätze, den man als Vegetarier/Veganer hört, gleich nach „Aber Pflanzen haben auch Gefühle.“. Dennoch ist die Frage, zumindest in Österreich/Deutschland gar nicht so unberechtigt, denn bei uns dreht sich alles um Fleisch und das in einem schon ungesunden Ausmaß. Da wundert es einen nicht, dass Leute nicht so ganz verstehen, wie man anders genügend Eiweiß bekommt.

DISCLAIMER: Ich bin weder Ärztin, noch Diätologin, ich studiere lediglich im bald 3. Jahr Ernährungspädagogik und hab außerdem ein ausgeprägtes Interesse an der Materie „Ernährung“, vor allem im Bezug auf Veganismus/Vegetarismus. Alles was ich schreibe ist gründlich recherchiert bzw. von mir durch mein Studium und jahrelanger Recherche erlerntes Wissen und ist hier zur Aufklärung, nicht um euch zu beeinflussen oder zu diagnostizieren. Solltet ihr den Verdacht auf eine Krankheit auf Grund eurer Ernährung haben, dann sucht bitte einen Arzt auf und sucht nicht im Internet nach Rat! Des weiteren möchte ich noch klarstellen, dass ich niemanden verurteile, der Fleisch bzw. tierische Produkte zu konsumieren. Für mich persönlich ist es wichtig aufzuklären und zu informieren.

 

Wie viel Eiweiß braucht der Mensch?
Die Faustregel besagt, dass ein durchschnittlicher Erwachsener 0.8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag braucht, bei mir wären das zum Beispiel zirka 45-48g. Menschen die viel Kraftsport betreiben, sollten etwas mehr Eiweiß zu sich nehmen – zirka 2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Auch Schwangere bzw. stillende Mütter sollten darauf achten mehr Eiweiß zu sich zu nehmen.

Hat Fleisch wirklich so viel Eiweiß?
Ja, Fleisch ist ein guter Eiweiß-Lieferant. Zum Beispiel 100 Gramm Rindfleisch haben zirka 20 Gramm Eiweiß. Das Problem ist, dass Fleisch auch Cholesterin, gesättigte Fettsäuren und viel mehr Fett hat als pflanzliche Eiweißquellen hat. Des weiteren hat Fleisch so gut wie keine Ballaststoffe – wir brauchen aber Ballaststoffe um unseren Blutzucker konstant zu halten, um unsere Darmbakterien gesund zu halten, länger satt zu bleiben und und und. Außerdem ist der Fleischkonsum in Österreich der 3. höchste in der EU (Global2000 – Fleischkonsum in Österreich), wir essen im Durchschnitt 5 Portionen Fleisch pro Woche, das sind 2 Portionen mehr als empfohlen. Dieser hohe Fleischkonsum  führt zu Herzprobleme, Übergewicht und zu einem extrem hohen CO2 Ausstoß.

Welche Alternativen gibt es?
Unendlich viele. Neben schon fertigem Fleischersatz, der zwar oft sehr gut ist und oftmals sehr stark nach Fleisch schmeckt, aber eben ein Fertigprodukt, gibt es unzählige Lebensmittel, die unglaublich eiweißreich sind.

  • Seitan 25g/100g
  • Eiweißbrot 30g/100g
  • Tempeh 19g/100g
  • Mandelmehl 53g/100g
  • Lupinen 40g/100g
  • Hanfprotein 50g/100g
  • Tofu 14g/100g
  • Erdnussmus 30g/100g
  • Broccoli 3g/100g
  • Edamame 30g/100g
  • Sojasprossen 6g/100g
  • Sojajoghurt 4g/100g
  • Kidneybohnen 6g/100g
  • Erbsen 7g/100g
  • Rote Linsen 26g/100g
  • Beluga Linsen 24g/100g
  • Haferflocken 14g/100g
  • Quinoa 15g7100g
  • Cashewkerne 18g/100g

Generell sind gute (pflanzliche) Eiweißquellen vor allem Hülsenfrüchte, Bohnen, Nüsse, Samen, „Pseudogetreide“, aber auch grünes Gemüse und anderes Getreide.

Außerdem…
… ist Eiweiß nur ein kleiner Teil einer gesunden und ausgewogenen Ernährung neben gesunden Fetten (z.B. Avocados, Nüsse, Pflanzenöle…),  komplexen Kohlenhydraten (z.B. Vollkorn, Süßkartoffeln, Fruchtzucker…), Vitaminen/Mineralien und genügend Kalorien. Denn egal wie ihr euch ernährt, ob vegetarisch/vegan oder ob ihr Fleisch esst, eine falsche Ernährung kann neben Mengen auch zu schweren Erkrankungen führen.

Ich hoffe dieser Info-Beitrag gefällt euch genau so gut, wie meine sonstigen Beiträge. Für mich persönlich spielt das Thema Ernährung eine große Rolle in meinem Leben, w weshalb es mir wichtig ist aufzuklären und zu informieren. Tauscht euch gerne mit mir zu dem Thema hier oder auf Instagram (@weristluisa) aus.

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